Frei nach Heinrich Heine könnte man sagen: „Denk ich an die Schufa in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ Aber mal im Ernst, wer mit gesundem Halbwissen Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) hört, den beschleicht oftmals ein ungutes Gefühl. Man weiß, daß jeder Kredit, Mahnbescheid etc. bei der Schufa eingetragen wird, was dazu führen kann, daß die Bank beim nächsten Kreditwunsch unwirsch reagiert.

Und in der Tat ist es keineswegs selten, daß Schufa-Einträge falsch sind. Dazu muß nur ein Bankmitarbeiter bei der Erledigung eines Kredites, der Schufa irrtümlich statt „rückgezahlt“, „gekündigt“ mitgeteilt haben und schon fängt der Ärger richtig an.

Hiergegen hilft nur Transparenz des Schufa-Systems. Wer von einer Falscheintragung im System weiß, kann (und muß) sich dagegen wehren. Schon bisher konnte man sich bei der Schufa registrieren lassen und dann das eigene Schufa-Konto jederzeit online abfragen. Allerdings kostete dies Geld. Gleiches galt für die Vor-Ort-Abfrage bei der örtlichen Schufa-Vertretung, für die man obendrein Urlaub nehmen mußte, da dies regelmäßig mehrere Stunden dauerte.

kostelfreie Schufa-Auskunft


Ab April 2010 hat die Schufa dies – nicht ganz freiwillig – geändert. Verbraucher können jetzt auf Antrag einmal jährlich kostenlos bei der Schufa Informationen über ihre gespeicherten Daten erhalten.
Hiermit reagiert die Schufa auf die gesetzliche Neuregelung, der zufolge Auskunfteien verpflichtet sind, Verbrauchern auf Antrag einmal jährlich eine kostenlose Auskunft zu erteilen.
Den Antrag können Verbraucher telefonisch, per Internet oder in einem der 14 Servicezentren stellen.
Interessenten müssen diesen Antrag allerdings jedes Jahr erneut stellen. Ein Dauerauftrag für eine jährliche Auskunft ist nicht geplant.